Radio Gaarden/Blogbeirat hatte aufgezeichnet als Stadtrat Adolf-Martin Möller die Pläne der Stadt Kiel am 10.06.2009 im Ortsbeirat Gaarden ausführte.
Dieser Vortrag hat in gewisser Weise jetzt schon einen historischen Wert.
Radio Gaarden/Blogbeirat hatte aufgezeichnet als Stadtrat Adolf-Martin Möller die Pläne der Stadt Kiel am 10.06.2009 im Ortsbeirat Gaarden ausführte.
Dieser Vortrag hat in gewisser Weise jetzt schon einen historischen Wert.
Am Freitag den 11.12. hat die Ratsversammlung mit nur fünf Gegenstimmen den Bau eines Zentralbades beschlossen und mit Applaus gefeiert. Damit verbunden ist das vermutliche Aus für das Freibad Katzheide und die Lessinghalle. Wir als Stadtteilinitiative Gaarden bedauern den Entschluss der Ratsversammlung!
Ich möchte hier auf den Vorwurf von Ratsherr Schmalz an uns eingehen, der unseren Brief an die Ratsmitglieder als erpresserisch bezeichnet hat: Wir lehnen diese Interpretation ab. In der Sitzung haben viele Ratsmitglieder betont, dass die Ratsversammlung eine Repräsentation der Kieler Wähler bildet und dass deswegen sowohl eine Bürgerbeteiligung als auch eine Kinder- und Jugendbeteiligung nicht wichtig wäre.

Wie soeben in der Ratsversammlung bekanntgegeben wurd, wird die Abstimmung zu Zentralbad und Katzheide erst am morgigen Freitag in der Ratsversammlung behandelt. Die heutige Sitzung wurde soeben beendet und wird morgen ab 9 Uhr fortgesetzt.
Der Verein zum Erhalt der Lessinghalle und zur Unterstützung der Fördebäder in Kiel und die Stadtteilinitiative Gaarden (SIG) erklären ihre Solidarität untereinander und ihre gemeinsame Ablehnung der aus ihrer Sicht bisher verfehlten Gestaltung der Bäderlandschaft durch die Stadt Kiel. Über Jahre habe man immer versichert, dass der Erhalt der bestehenden Bäder gesichert sei, dabei aber die notwendige Investitionen unterlassen und so der Bausubstanz geschadet. Dies hat zum Beispiel zu der aktuellen Schließung der Lessinghalle geführt.
Thilo Pfennig von der Stadtteilinitiative Gaarden „Nun meint man die Defizite mit dem Bau einer neuen, großen Schwimmhalle beheben zu können. Man vergisst dabei aber, dass das Freibad Katzheide genau so wie die Lessinghalle einzigartige Schwimmorte darstellen, die sich nicht einfach durch ein neues, großes Zentralbad ersetzen lassen!“
Den Kieler Initiativen erscheint die Eile, mit der dieses Zentralbad derzeit angegangen wird, als unangebracht. Der Standort des geplanten Zentralbades würde die Durchtrennung der einzigen Grünverbindung zwischen Ost- und Westufer bedeuten. Zu den sehr weitreichenden Plänen wurde bislang weder eine Bürger- noch eine Kinder und Jugendbeteiligung durchgeführt. Gerade dies erscheint ihnen aber dringend geboten, da solche Pläne nicht an den Kielern und Kielerinnen vorbei durchgezogen werden dürfen.
Die Initiativen fordern die Stadt Kiel daher dazu auf, die aktuellen Pläne auf Eis zu legen. Niemand weiss wie teuer die neue Halle wirklich wird. Außerdem bezweifeln sie, dass die Halle trotz höherer Preise und weiterer Wege mehr Schwimmer anziehen wird. Sie fordern, dass endlich die nötigen Reparaturen an der Lessinghalle veranlasst werden, damit möglichst bald wieder ein Schwimmbetrieb aufgenommen werden kann. Selbst für den Fall, dass es trotz aller Gegenargumente zu dem Bau eines Zentralbades kommen würde, würden bis zur möglichen Eröffnung noch Jahre vergehen.
Die Initiativen kritisieren, dass die Vorgaben für die Architekturwettbewerbe für eine Kombihalle in Gaarden als auch für die Lessinghalle anders waren als bei der Ausschreibung des Zentralbades, wo von vorne herein ein engerer Kostenrahmen vorgegeben wurde. Insofern gehen sie auch aufgrund diverser Gutachten davon aus, dass eine Sanierung beider Bäder um ein vielfaches kostengünstiger erfolgen kann, als es einige Zahlen in der Öffentlichkeit erscheinen lassen.
Die Bürgerinnen und Vereine haben angekündigt die Entscheidung und das Abstimmungserhalten der einzelnen Ratsleute am 10. Dezember bei dem Beschluss zum Zentralbad sehr genau beobachten und dokumentieren zu wollen.
Wie ich gestern erfahren habe wird der Förderverein Lessinghalle Kiel und Seebad Düsternbrook e.V. am 5. Dezember ab 16 Uhr eine Mahnwache (mit Kerzen, Fackel, Taschenlampen, Pastor und ca. 100 Leuten) zum Erhalt der Lessinghalle auf dem Lessingplatz durchführen.
Wir als Stadtteilinitative Gaarden sind ebenfalls der Meinung, dass die Lessinghalle erhalten werden soll und muss!
Wenn wir einmal den Blick weiten und auf die Kieler Bäderlandschaft insgesamt schauen, dann sehen wir natürlich auch die drohende Schließung der Lessinghalle, die wir natürlich auch nicht gutheißen und uns somit mit deren Erhalt solidarisieren. Und es stellt sich auch die Frage, ob ein großes Zentralbad inmitten einer zentralen Verbindung zwischen Ost- und West des Grüngürtels überhaupt so eine gute Idee ist. Viele offene Fragen, denen wir uns als relativ junge Initative auch stellen werden. Da der Tagesordnungspunkt zur Neuausrichtung der Kieler Bäderlandschaft am 19. November vertagt wurde, wurde dieser auf die zweitägige Ratsversammlung am 10./11. Dezember verschoben. Verschoben aber ist nicht aufgehoben und wir werden auch im nächsten Monat den Ratsleuten sehr genau auf die Finger schauen. Ein Punkt, den ich bedenkenswert finde ist der, dass eine Schließung der Bäder nicht bdeuten würde, dass diese keine Kosten mehr verursachen würden. Beide Standorte (Lessinghalle und Katzheide) müssten einer neuen Nutzung zugeführt werden. Zu den Kosten der Umnutzung gibt es bisher keine Aufstellung, diese wären aber auf die Baukosten des Zentralbades aufzurechnen, auch wenn diese dann eventuell nicht mehr im Etat der Bäder GmbH zu finden wären. Für einen fairen Vergleich aller Kosten müssten wir aber heute bereits wissen, was an alternativen Nutzungen geplant ist und was das für Kosten verursachen würde.
Hier einige Fotos von der Laternenumzugsdemo von heute. Die Teilnehmerinnenzahl lag laut Kieler Nachrichten bei rund 80 (vielleicht auch mehr?). (aktualisiert am 19.11.)
Man traf sich auf dem Vinetaplatz…

... und wartete noch eine Weile. Der Regen und Sturm vom nachmittag waren verflogen...

Und dann ging es los - die Veranstalter informierten auf deutsch und türkisch.
Das schöne war, dass zu 18 Uhr der Wind aufhörte und der Regen verstummte. Ein gutes Zeichen könnte man meinen? Hat Spaß gemacht, gerne wieder! Die Teilnehmerinnen (eine bunte Mischung aus jung und alt) skandierten immer wieder “Katzheide muss bleiben!” Die KN war auch vertreten und es gibt bestimmt einen weiteren Artikel, den wir auch verlinken werden, sofern er auch online abrufbar ist.
Dieses Fotos sind unter einem Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenzvertrag lizenziert (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/)
Am Mittwoch dem 18.9. findet eine Laternenumzugs-demonstration statt!

Einige Rechte vorbehalten (Creative Commons) Quelle: http://www.flickr.com/photos/redronafets/698134043/
Wir haben vielleicht eine Chance, die Schließung zu verhindern. Dafür ist es wichtig, dass nicht nur viele gegen die Pläne der Bäder GmbH unterschreiben, sondern auch einen Schritt weitergehen.
Unterstützt die Anliegen eurer Kinder!
Tretet ein für die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder in Gaarden und ganz Kiel!
Deshalb Kinder:
nehmt eure Laterne in die eine und eure Eltern an die andere Hand und kommt zur Laternenumzugs-demonstration
Im November 2009 hat sich die Stadtteilinitative Gaarden (SIG) gegründet. Auf diesen Seiten dokumentieren wir unsere Arbeit und unsere Ziele.