| 16. Februar 2010 | ||
| 18:00 | bis | 21:00 |
Näheres zum Ort unter Treffen.
| 5. Januar 2010 | ||
| 18:00 | bis | 20:00 |
Wir treffen uns an jedem 1. und 3. Dienstag des Monats in der Sozialkirche, Stoschstraße 53 (Hauptgebäude, Eingang rechts).
Radio Gaarden/Blogbeirat hatte aufgezeichnet als Stadtrat Adolf-Martin Möller die Pläne der Stadt Kiel am 10.06.2009 im Ortsbeirat Gaarden ausführte.
Dieser Vortrag hat in gewisser Weise jetzt schon einen historischen Wert.
Am Freitag den 11.12. hat die Ratsversammlung mit nur fünf Gegenstimmen den Bau eines Zentralbades beschlossen und mit Applaus gefeiert. Damit verbunden ist das vermutliche Aus für das Freibad Katzheide und die Lessinghalle. Wir als Stadtteilinitiative Gaarden bedauern den Entschluss der Ratsversammlung!
Ich möchte hier auf den Vorwurf von Ratsherr Schmalz an uns eingehen, der unseren Brief an die Ratsmitglieder als erpresserisch bezeichnet hat: Wir lehnen diese Interpretation ab. In der Sitzung haben viele Ratsmitglieder betont, dass die Ratsversammlung eine Repräsentation der Kieler Wähler bildet und dass deswegen sowohl eine Bürgerbeteiligung als auch eine Kinder- und Jugendbeteiligung nicht wichtig wäre.

Wie soeben in der Ratsversammlung bekanntgegeben wurd, wird die Abstimmung zu Zentralbad und Katzheide erst am morgigen Freitag in der Ratsversammlung behandelt. Die heutige Sitzung wurde soeben beendet und wird morgen ab 9 Uhr fortgesetzt.
Mit freundlicher Genehmigung der Fröbelschule dokumentieren wir hier einen Beschluss der Schulkonferenz:
Wir dokumentieren hier einen Offenen Brief der Evangelischen und der katholischen Kirchengemeinden Gaarden an den Oberbürgermeister der Stadt Kiel zum Thema: „Sommerbad Katzheide“, der uns freundlicher weise zur Verfügung gestelle wurde:
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Albig!
Die evangelische und die katholische Kirchengemeinde Gaarden haben mit großer Bestürzung vernommen, dass im Zuge des Neubaus eines Zentralbades das Sommerbad Katzheide als städtisches Bad nicht mehr betrieben werden soll.
Für die sozial benachteiligten oder sozial zu fördernden Kinder und Jugendlichen des Ostufers ist das Sommerbad Katzheide ein besonders wichtiger Treffpunkt im Sommer und eine entscheidende Möglichkeit der Integration der verschiedenen sozialen und kulturellen Unterschiede vor Ort.
Wer an einem warmen Sommertag die Menschenscharen gesehen hat, die mit Kinderwagen und Picknickkorb zu dem Freibad ziehen, der weiß, wie gelebte Integration aussieht. Das Bad ist auch eine wichtige Voraussetzung für eine körperliche Gesundheit und Fitness der Menschen gerade hier.
Bei einer Schließung des Bades sehen wir keine Alternative, die den Menschen in ähnlicher Weise gerecht wird.Wir bitten Sie, alles zu unternehmen, dass diese wichtige Errungenschaft des Zusammenlebens und der Naherholung erhalten bleibt, besonders für die Familien des Ostufers, die aus Kostengründen (in der Regel ohne Auto) auf kurze Wege angewiesen sind.
Mit freundlichen Grüßen
im Auftrag der Evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde Gaarden
Pastor Uwe Hagge,
Kirchenvorstandsvorsitzender des Kirchenvorstandes der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Gaarden und
Gemeindereferentin Christa Schmaljohann
der katholischen Kirchengemeinde Gaarden
Der Verein zum Erhalt der Lessinghalle und zur Unterstützung der Fördebäder in Kiel und die Stadtteilinitiative Gaarden (SIG) erklären ihre Solidarität untereinander und ihre gemeinsame Ablehnung der aus ihrer Sicht bisher verfehlten Gestaltung der Bäderlandschaft durch die Stadt Kiel. Über Jahre habe man immer versichert, dass der Erhalt der bestehenden Bäder gesichert sei, dabei aber die notwendige Investitionen unterlassen und so der Bausubstanz geschadet. Dies hat zum Beispiel zu der aktuellen Schließung der Lessinghalle geführt.
Thilo Pfennig von der Stadtteilinitiative Gaarden „Nun meint man die Defizite mit dem Bau einer neuen, großen Schwimmhalle beheben zu können. Man vergisst dabei aber, dass das Freibad Katzheide genau so wie die Lessinghalle einzigartige Schwimmorte darstellen, die sich nicht einfach durch ein neues, großes Zentralbad ersetzen lassen!“
Den Kieler Initiativen erscheint die Eile, mit der dieses Zentralbad derzeit angegangen wird, als unangebracht. Der Standort des geplanten Zentralbades würde die Durchtrennung der einzigen Grünverbindung zwischen Ost- und Westufer bedeuten. Zu den sehr weitreichenden Plänen wurde bislang weder eine Bürger- noch eine Kinder und Jugendbeteiligung durchgeführt. Gerade dies erscheint ihnen aber dringend geboten, da solche Pläne nicht an den Kielern und Kielerinnen vorbei durchgezogen werden dürfen.
Die Initiativen fordern die Stadt Kiel daher dazu auf, die aktuellen Pläne auf Eis zu legen. Niemand weiss wie teuer die neue Halle wirklich wird. Außerdem bezweifeln sie, dass die Halle trotz höherer Preise und weiterer Wege mehr Schwimmer anziehen wird. Sie fordern, dass endlich die nötigen Reparaturen an der Lessinghalle veranlasst werden, damit möglichst bald wieder ein Schwimmbetrieb aufgenommen werden kann. Selbst für den Fall, dass es trotz aller Gegenargumente zu dem Bau eines Zentralbades kommen würde, würden bis zur möglichen Eröffnung noch Jahre vergehen.
Die Initiativen kritisieren, dass die Vorgaben für die Architekturwettbewerbe für eine Kombihalle in Gaarden als auch für die Lessinghalle anders waren als bei der Ausschreibung des Zentralbades, wo von vorne herein ein engerer Kostenrahmen vorgegeben wurde. Insofern gehen sie auch aufgrund diverser Gutachten davon aus, dass eine Sanierung beider Bäder um ein vielfaches kostengünstiger erfolgen kann, als es einige Zahlen in der Öffentlichkeit erscheinen lassen.
Die Bürgerinnen und Vereine haben angekündigt die Entscheidung und das Abstimmungserhalten der einzelnen Ratsleute am 10. Dezember bei dem Beschluss zum Zentralbad sehr genau beobachten und dokumentieren zu wollen.
Bereits vor dem 10.12., dem Tag an dem auch über Katzheide in der Ratsversammlung entschieden werden soll scheint bereits festzustehen, dass in einer ganz großen Koalition mit allen Parteien außer der Linken und der Direkten Demokratie das Zentralbad (ZB) beschlossen wird.
Dies wird besonders deutlich im neuesten Artikel der KN mit dem Titel “Hauptausschuss votiert für das Zentralbad“.
So wie es aussieht hängen derzeit die Schicksale von Katzheide, Lessinghalle und Zentralbad aneinander. Das heisst Katzheide und Lessinghalle können nur ohne Zentralbad überleben und das Zentralbad wiederum muss seine Konkurrenten “plattmachen”.
Das liegt an dem Konzept des Zentralbades. Das eine Bad, dass alle anderen ersetzen soll. Aufgrund dessen müssen wir als Stadtteilinitiative Gaarden auch das Zentralbad heute und in der vorgeschlagene Form und ohne ausreichende Beteiligung der Bevölkerung ablehnen. Denn die Umsetzung würde das schnelle oder aiuch nur langsame Aus für Katzheide bedeuten.
Widersinnig erscheint dabei die Begründung die Bäder GmbH dürfe nicht weiter belastet werden. Zum einen entscheidet die Stadt Kiel über den zu vergebenen Zuschuss und zum anderen prognostizieren wir der Stadt Kiel, dass das ZB ein neues Millionengrab werden wird – ob es nun gebaut wird oder nicht. Gutachten, Architekturwettbewerbe, Voruntersuchungen,… all das kostet viel Geld. Dieses Geld fehlt der Stadt Kiel dann an anderer Stelle. Mit dem bisher für Wettbewerbe ausgegebenen Geld hätte man wahrscheinlich schon die Schwimmbadtechnik der Lessinghalle sanieren können. Aus irgendeinem Grund denkt man aber in der Stadt Kiel, das Geld für Gutachten und Untersuchungen offensichtlich nur Spielgeld ist oder grundsätzlich besser angelegt um einfach anstehende Reparaturen durchzuführen.
Der derzeitige Zustand der Kieler Bäderlandschaft ist eine Konsequenz der jahrzehntelangen Sparpolitik. Eine echte Wende in der Bäderpolitik der Stadt müsste mit dieser simplen Einsicht anfangen. Aber man weiss es ja IMMER besser: VOR und NACH dem Scheitern. Da soll nun das neue ZB als Rettung kommen. Dann wird alles besser. Fest steht aber nur jetzt schon, dass dadurch die Preise angehoben werden müssen – und sollten sich die Kosten verdreifachen können wir auch davon ausgehen, dass es nicht bei den genannten Preiserhöhungen blieben wird.
Man soll Dinge dir gut laufen nicht unnötig ändern. Katzheide funktioniert und wird von der Kieler Bevölkerung seit Jahrzehnten positiv angenommen. Es ist untegriert in einen Stadtteil der dringend Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche braucht.
Da hat man ebenfalls für viel Geld Konzepte für einen Sport- und Bewegungspark entworfen um Katzheide noch zu erweitern – und nun will man das Herzstück rausstreichen. Gleichzeitig würde dieser Schritt aus Gaarden einen attraktiven Freizeitort entfernen und damit der Attraktivität Gaardens schweren Schaden zufügen. Wozu gibt man Millionen aus für Attraktivitätssteigerungen und Werbekampagnen etc. – wenn man funktionierende und genutzte Elemente dann so einfach vernichtet?
Das ist Kommunalpolitik ohne Sinn und Verstand. Wir als Stadtteilinitiative Gaarden werden uns weiterhin gegen diese Politik, die Gaarden schaden zufügen möchte, wehren! Wir freuen uns über weitere Mitstreiter in dieser und weiteren Auseinandersetzungen!
Wenn wir einmal den Blick weiten und auf die Kieler Bäderlandschaft insgesamt schauen, dann sehen wir natürlich auch die drohende Schließung der Lessinghalle, die wir natürlich auch nicht gutheißen und uns somit mit deren Erhalt solidarisieren. Und es stellt sich auch die Frage, ob ein großes Zentralbad inmitten einer zentralen Verbindung zwischen Ost- und West des Grüngürtels überhaupt so eine gute Idee ist. Viele offene Fragen, denen wir uns als relativ junge Initative auch stellen werden. Da der Tagesordnungspunkt zur Neuausrichtung der Kieler Bäderlandschaft am 19. November vertagt wurde, wurde dieser auf die zweitägige Ratsversammlung am 10./11. Dezember verschoben. Verschoben aber ist nicht aufgehoben und wir werden auch im nächsten Monat den Ratsleuten sehr genau auf die Finger schauen. Ein Punkt, den ich bedenkenswert finde ist der, dass eine Schließung der Bäder nicht bdeuten würde, dass diese keine Kosten mehr verursachen würden. Beide Standorte (Lessinghalle und Katzheide) müssten einer neuen Nutzung zugeführt werden. Zu den Kosten der Umnutzung gibt es bisher keine Aufstellung, diese wären aber auf die Baukosten des Zentralbades aufzurechnen, auch wenn diese dann eventuell nicht mehr im Etat der Bäder GmbH zu finden wären. Für einen fairen Vergleich aller Kosten müssten wir aber heute bereits wissen, was an alternativen Nutzungen geplant ist und was das für Kosten verursachen würde.